Was tun gegen trockene Haut?
Es gibt verschiedene Faktoren und Ursachen für trockene Haut. Personen mit einer feinen und hellen Haut sind genetisch dazu veranlagt, im Laufe der Jahre Hauttrockenheit zu entwickeln. Faktoren wie Lifestyle, Klimabedingungen und Alter haben ebenfalls großen Einfluss auf die Haut und können Trockenheit hervorrufen.
Bei Personen mit fettiger Haut, bei denen trockene Hautpartien im Gesicht auftreten, handelt es sich um Haut mit seborrhoischer Tendenz. Die Ursachen und die Pflege von seborrhoischer Haut unterscheidet sich stark von der klassischen trockenen Haut.
Trockene Haut ist bei jungen Menschen glatt, wird aber mit zunehmendem Alter rau. Dieser Hauttyp ist in Nordeuropa und den USA stark verbreitet und zeichnet sich durch eine fehlende oder spärliche Talgabsonderung aus. Trockene Haut verträgt keine starke Sonneneinstrahlung und bekommt leicht einen Sonnenbrand. Zu den häufigen Hautveränderungen bei trockener Haut gehören Vaskularisation, Erythrose, Couperose, Rosazea, lichtempfindliche Hyperpigmentierung und vorzeitige Hautalterung.
1. Klima und trockene Haut
Extreme klimatische Bedingungen (Kälte, Hitze, Wind, Sonne) können sich negativ auf trockene Haut auswirken. Dieser Hauttyp ist auch sehr empfindlich gegenüber Aggressionen, die durch die Einwirkung chemischer Substanzen entstehen. Ist die Haut über einen längeren Zeitraum hinweg solchen Aggressionen ausgesetzt, kann dies zu einer starken Austrocknung der Haut führen.
2. Trockene Haut und innere Ursachen
Trockene Haut kann durch eine Veränderung des Prozesses verursacht werden, der die Abschuppung der Haut regelt (in diesem Fall sind die interzellulären, auch Kittsubstanzen genannten Lipide verändert). Wenn die Haut zusätzlich zur Trockenheit auch Hyperkeratose aufweist, sprechen wir von konstitutionell trockener Haut oder Xerose.
3. Ernährung und trockene Haut
Eine unausgewogene Ernährung mit Flüssigkeitsmangel kann Haut, die zu Trockenheit neigt, verschlimmern.
4. Verdauung und trockene Haut
Verstopfung verursacht Trockenheit in der Haut und den Haar. Eine unausgeglichene Darmflora und/oder ein durchlässiger Darm können Hauttrockenheit und Dehydrierung begünstigen.
5. Vitamin-D-Mangel und trockene Haut
Ein Vitamin-D-Mangel kann den Zustand der trockenen Haut verschlimmern. Wir empfehlen eine regelmäßige Kontrolle der Vitamin-D-Werte durch einen Bluttest. Im Falle eines Mangels sollte Ihr Arzt die benötigte Dosis festlegen.
6. Zähne, Zahnfleisch und trockene Haut
Die Gesundheit unserer Zähne und unseres Zahnfleisches steht in direktem Zusammenhang mit dem Zustand unserer Gesichtshaut. Zähne, Zahnfleisch und Kieferknochen müssen gut gepflegt werden, da sie die Gesichtshaut von der Nase abwärts in einem festen Zustand halten. Vitamin-D-Mangel kann sich negativ auf das Zahnfleisch auswirken, vor allem, wenn auch ein erblicher Faktor vorliegt.
Wir empfehlen regelmäßige Zahnreinigungen, um Zahnstein zu entfernen und das Zahnfleisch mit einem kaltgepressten Pflanzenöl zu pflegen, das mit Pflanzenextrakten angereichert ist. Es ist auch sehr wichtig, Nahrungsmittel zu essen, die von Natur aus Kieselsäure enthalten, und zusätzlich sollte der Darm in einem guten Zustand sein, damit er die Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen kann.
7. Hormone und trockene Haut
Bei Veränderungen des Hormonsystems, z. B. der Schilddrüse, kann sich trockene Haut stark verschlimmern.
8. Krankheiten und trockene Haut
Bestimmte Krankheiten können sekundäre Auswirkungen auf die Haut haben und Trockenheit verursachen.
9. Medikation und trockene Haut
Einige Medikamente und medizinische Behandlungen wie eine Chemotherapie können ebenfalls zu trockener Haut beitragen.
10. Emotionaler Stress und trockene Haut
Stress, der durch negative oder unverarbeitete Emotionen entsteht, kann sich nachteilig auf unseren Organismus auswirken. Es ist wichtig, sich mit diesen Problemen auseinanderzusetzen und zu lernen, wie wir mit unseren Emotionen umgehen können.
11. Schlafmangel, Stress und trockene Haut
Wenn wir in unserem täglichen Leben viel Stress erleben (ein Übermaß an arbeitsbezogenem und emotionalem Stress), können wir diese negativen Auswirkungen auch auf unserer Haut beobachten. Wenn wir auch tagsüber Pausen auslassen und/oder nicht ausreichend schlafen, kann die Haut darunter leiden, und Trockenheit kann eines der Symptome sein.
12. Kosmetik und Hautreiniger, die Trockenheit verursachen
Viele Menschen verwenden Reinigungsprodukte, die Seife oder synthetische Detergenzien (Syndets) enthalten, die die Haut austrocknen. Auch wenn sie als „sanft“, „ohne Seife“ oder „für empfindliche Haut“ gekennzeichnet sind, vertragen sie sich nicht mit der Schutzbarriere der Haut. Das Auftragen von Cremes mit okklusiven Fetten (synthetische oder chemisch veränderte Fette) verschlimmert den Zustand der Haut noch weiter. Diese Art von Fetten verdecken die durch die Reinigungsmittel verursachte Trockenheit, aber sie nähren die Haut nicht. Sie vermitteln nur das Gefühl, dass die Haut gut genährt ist, aber sie bleiben an der Hautoberfläche und können nicht in die Haut eindringen.
Die Haut braucht kaltgepresste Pflanzenöle, die reich an ungesättigten Fettsäuren, Schleimstoffen und ceramidreichen Lipiden sind. Diese Öle durchtränken die Hornschicht der Haut und helfen, eine übermäßige Abschuppung zu vermeiden. Die idealen pflanzlichen Öle und Buttersorten für trockene Haut sind Jojoba, Avocado, Shea und Kokosnuss, da sie große Mengen an öllöslichen Vitaminen mit dermatologischen Eigenschaften enthalten. Lecithin ist ein lebenswichtiger Zellbestandteil und spielt eine wichtige Rolle für die Durchlässigkeit der Haut.
13. Hautpflege-Rituale und trockene Haut
Die ideale Reinigungs- und manuelle Technik ist entscheidend, um eine weitere Verschlimmerung der trockenen Haut zu vermeiden. Schnelle, reibende Bewegungen verursachen noch mehr Hauttrockenheit. Wir empfehlen unser Antiaging Gesichtsreinigungs-Ritual, das sich idealerweise im Sitzen durchführen lässt.